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Wenn die Traditionen des Kelterns von einer Hand in die andere gehen, dann kann von einer tiefen Familienbande gesprochen werden. Das Weingut H. Lentsch in Branzoll gehört zu solchen Betrieben, in denen nicht nur der gute Wein, sondern auch das bodenständige "Drumherum" zu spüren ist. Hartmann Lentsch und sein Neffe Klaus verwalten heute gemeinsam ein wahrlich historisches Weingut in Südtirol. Die Geschichte dieses Weinguts geht auf das Ursprungsjahr 1882 zurück, in dem die Brüder Lentsch den Gutsbetrieb "Adlerhof" sowie den bestehenden Gasthof "Zum schwarzen Adler" kauften. Es dauerte nicht lange, bis sich Hartmann zum Keltern der Weine entschloss und den Baustein für das Familienunternehmen legte. Verträumt und fast malerisch wachsen Sorten wie Merlot und Vernatsch zwischen hohen Zypressen und Maulbeerbäumen. Die auf dem Gut befindliche Talsohle mit wärmeren Temperaturen wird für Riesling, den Weiss- sowie den Goldvernatsch genutzt.
Mit den Erfahrungen begannen die Brüder, ihre Sorten jährlich zu veredeln. Es dauerte nicht lange, bis auch die Söhne Hartmanns in die Fußstapfen des Vaters und Onkels traten und die Liebe zu gutem Wein teilten. Hartmann Lentsch führte seinen Neffen Klaus in vielen Jahren in die Geheimnisse der Weinkultur ein, lehrte ihn die große Kunst eines edlen Tropfens. So wird das Weingut Lentsch heute erfolgreich in 3. Generation geführt. Auf einer Gesamtfläche von 35 ha wird auf 12,5 ha bester Hanglage Wein angebaut. Es wird großen Wert darauf gelegt, Sorten anzubauen, die den regionalen Verhältnissen entsprechen und somit hochwertige Ergebnisse liefern. Mit dem purpurroten "Palestina" hat Klaus Lentsch einen Wein aus Merlot und Cabernet geschaffen, der mit zeitgemäßem Charakter das 21. Jahrhundert der Weinbauern Lentsch eingeläutet hat.